(4) Naturschutzgebiet Friedhofswiesen Jabing

Lage

Bez. Oberwart; KG Jabing; Fläche: 4 ha; Höhenlage ca. 280 msm.

Wegroute

Von Oberwart kommend fährt man Richtung Großpetersdorf und biegt bei einer Straßenkreuzung rechts Richtung Jabing ab. Etwa einen Kilometer danach befindet sich rechts von der Straße das Schutzgebiet. Parkmöglichkeiten gibt es entlang der Feldwege.

Wanderroute Friedhofwiese Jabing_ÖK

Wanderroute Naturschutzgebiet Friedhofwiese Jabing

Allgemeine Beschreibung

Das Schutzgebiet liegt inmitten einer ackerbaulich intensiv genutzten Landschaft, die von der Pinka durchflossen wird. Ursprünglich waren großflächig talraumprägende Wiesen vorhanden, die mittlerweile beinahe vollständig verschwunden sind. Teile des Schutzgebietes sind ein bescheidener Rest davon. Im Schutzgebiet sind mehrere Wiesentypen vorhanden, die an vielen Stellen von einem dichten Gebüschstreifen umgeben sind.

 

Charakteristische Habitate und Vegetation

Die im Schutzgebiet vorhandenen Wiesen reichen von Resten einer Pfeifengraswiese bis hin zu trockenen Wiesenstandorten hangaufwärts Richtung Friedhof. Interessant sind vor allem die als Reste noch vorhandenen Pfeifengrasbestände, die einige interessante Pflanzen-Arten beherbergen. In staunassen Bereichen haben sich kleinflächig schöne Bachkratzdistel-Bestände ausgebildet. Die in Richtung Friedhof höher gelegenen Teile gehen in Glatthafer-Wiesen über, wobei sich in trockeneren Flächen sogar typische Magerkeitsanzeiger finden und durch das Vorkommen des Furchen-Schwingels / Festuca rupicola in Richtung Halbtrockenrasen weisen.

Umgeben ist das Gebiet von einem dichten Aufwuchs mit Asch-Weiden (= Grau-W.) / Salix cinerea und Bruch-Weiden / Salix fragilis. An der Grenze zum hangaufwärts liegenden Friedhof befindet sich ein Gehölzstreifen mit Robinien (= Falsche Akazie) / Robinia pseudacacia und Stiel-Eichen / Quercus robur. Auch Feld-Ulmen / Ulmus minor und Feld-Ahorn / Acer campestre kann man im Gebiet antreffen.

 

Pflanzen- und Tierarten

Der Blühaspekt ist besonders Mitte Mai bis Juni interessant; z. B.

Bach-Kratzdistel / Cirsium rivulare,

Sumpf-Rispengras / Poa palustris,

Sibirien-Schwertlilie / Iris sibirica,

Bertram-Schafgarbe (= Sumpf-Sch.) / Achillea ptarmica

und vereinzelt

Gelb-Taglilie / Hemerocallis lilioasphodelus.

Die höher gelegenen Wiesenteile beherbergen

Glatthafer / Arrhenatherum elatius,

● Wiesen-Goldhafer / Trisetum flavescens,

Gewöhnlichen Wiesen-Leuenzahn (= Rauh-Löwenzahn) / Leontodon hispidus subsp.

hispidus und andere Arten.

Auf den trockensten Flächen findet man

● Furchen-Schwingel / Festuca rupicola,

Vielblüten-Hahnenfuß / Ranunculus polyanthemos,

Knack-Erdbeere / Fragaria viridis,

Heide-Nelke / Dianthus deltoides und weitere Arten.