Naturschutzgebiet Auwiesen Zickenbachtal

Naturschutzgebiet Auwiesen Zickenbachtal

Naturschutzgebiet Auwiesen Zickenbachtal – Großseggenried / Magnocaricion

 

Bezirk Güssing; KG Eisenhüttel, KG Rohr, KG Heugraben;  LGBl. Nr. 45/1993; Größe: 40 ha; Seehöhe: 245 m; Natura-2000-Schutzgebiet (SPA AT1119622 – Typ A).

Entlang des Zickenbaches zwischen den Katastralgemeinden Eisenhüttel, Heugraben und Rohr erstreckt sich das Naturschutzgebiet Auwiesen Zickenbachtal. Mit einer Größe von 40 ha und einer Länge von 1,8 km ist das Gebiet eine der bedeutsamsten Feuchtlandschaften des Südburgenlands (Koó 1994). In den Überflutungsbereichen der Talböden herrschen schwere Gleyböden vor, die eine bis zu 1 m mächtige Torfschicht aufweisen. Das Gebiet wird vom Zickenbach durchflossen und kann als Auenüberflutungsmoor bezeichnet werden. Kleinflächig sind am Unterhang auch Quellmoore zu finden (Koó 1994). Die geschützte Fläche besteht zum Großteil aus Feuchtwiesen, Glatthaferwiesen / Arrhenatherion und Großseggenrieden / Magnocaricion, die durch Aschweiden-Gebüsche / Salix cinerea reich strukturiert sind. Die Erlenbestände und Asch-Weidengebüsche bilden die Reste der ehemaligen Sumpfwälder der Talniederung. Das jahrelange Brachestadium hat dazu geführt, dass sich nährstoffliebende Hochstauden und Gehölze ausbreiten. An die Stelle der artenreichen Streu- und Feuchtwiesen sind eintönige Brachen und Hochstaudenfluren getreten. An wenigen Stellen sind Fragmente von Flachmooren erhalten geblieben.

Naturschutzfachliche Erhaltungsziele
  • Schaffung eines großflächigen Wiesengebietes
  • Erhaltung (Entwicklung) der Großseggenbestände und Flachmoore
  • Verbesserung des Lebensraums für verschiedene Vogelarten des Offenlandes
  • Entwicklung verbrachter Standorte
  • Verringerung des Gehölzanteils
  • Erhaltung von alten Gehölzbeständen
  • Sicherung des Wasserhaushaltes
  • Vernetzung der Offenlandbereiche
  • Schaffung von Pufferzonen

 

Pflegemaßnahmen

Nachdem ein Großteil der Fläche jahrelang brach gelegen war, wurde in den letzten Jahren die Nutzung wieder aufgenommen. Zusätzlich fanden in den Schwarzerlenaufforstungen und Grauweidengebüschen Entbuschungsmaßnahmen statt. Weideflächen bilden eine Pufferzone im Umfeld des Schutzgebietes. Ein Großteil des Gebiets wird zweimal jährlich gemäht. Saumgesellschaften und Flachmoorbereiche werden einmal jährlich gemäht.