Natur- und Landschaftsschutzgebiet Teichwiesen

Natur- und Landschaftsschutzgebiet Teichwiesen

Natur- und Landschaftsschutzgebiet Teichwiesen

 

Bezirk Mattersburg; KG Rohrbach, LGBl. Nr. 58/1979; Größe: 15 ha; Seehöhe: 260 m; Natura-2000-Gebiet Mattersburger Hügelland (SCI AT1109318 Typ G, SPA AT1123323).

Die Teichwiesen liegen in einer Senke am Rohrbacher Kogel und werden durch Hangsickerwasser gespeist. Die Ausdehnung der Wasserfläche ist von der Witterung abhängig. Die großen Schilf- und Wasserflächen stellen einen bedeutsamen Lebensraum für eine Vielzahl an Wasservögeln und mehrere bedrohte Amphibienarten wie Rotbauchunke / Bombina bombina, Donaukammmolch / Triturus dobrogicus und Wechselkröte / Bufo viridis dar. Bemerkenswert ist das Brutvorkommen seltener Röhrichtvögel wie zum Beispiel Nachtreiher / Nycticorax nycticorax. Die höher gelegenen Teile am Rande des Gebietes werden von Trockenwiesen eingenommen, wobei auch kleinflächig Pfeifengraswiesen /  Molinion und Großseggenbestände / Magnocaricion angetroffen werden können. Zur Straße hin wird das Schutzgebiet von einem Heckenstreifen begrenzt. Der Strauchbestand ist aus Schlehdorn / Prunus spinosa, Rot-Hartriegel / Cornus sanguinea, Einkern-Weißdorn / Crataegus monogyna, Liguster / Ligustrum vulgare und Hunds-Rose / Rosa canina zusammengesetzt. Die weitaus größten Flächen im Naturschutzgebiet sind mit Schilfrohr / Phragmites australis bewachsen. Im Umfeld des Schutzgebietes wurden einige Ackerflächen stillgelegt und in Mähwiesen umgewandelt. Ein Großteil der am Südhang gelegenen wechselfeuchten Magerwiesen und Halbtrockenrasen werden einmal jährlich gemäht. Neben einer Niedermoorfläche befinden sich westlich des Schutzgebietes ausgedehnte Magerwiesen und Halbtrockenrasen.

Naturschutzfachliche Erhaltungsziele
  • Erhaltung (Entwicklung) der artenreichen Magerwiesen und Fiederzwenken-Halbtrockenrasen
  • Erhaltung (Entwicklung) der Feuchtwiesen
  • Erhaltung der Baumreihen, Hecken und Gehölzgruppen

 

Pflegemaßnahmen

Das Schutzgebiet ist von einem breiten Wiesengürtel umgeben, der über die Pufferwirkung hinaus wichtige ökologische Funktionen übernimmt. Eine Ausweitung des Schutzgebiets in Richtung des südlich gelegenen Hangverlaufs wäre eine wichtige Maßnahme, um die Flächen zu sichern. Diese Flächen könnten in Folge zu einem Biotopverbund bis zum Rohrbacher Kogel zusammengeschlossen werden. Die aktuelle Nutzungsform mit Beweidung der Uferbereiche und Mahd der Wiesen entspricht dem Schutzziel.