Rote Liste

Seit den 1970er Jahren sind mehrere Rote Listen der Gefäßpflanzen des Burgenlandes erschienen (Traxler 1978, Nachträge, Ergänzungen und Berichtigungen: Traxler 1980, 1981, 1982; Traxler 1989, Herzig 1997, Weber 2005, Fischer & Fally 2006). Die aktuellste Rote Liste der Gefäßpflanzen Österreichs stammt von 1999 (Niklfeld & Schratt-Ehrendorfer 1999).

Derzeit ist für die Burgenlandflora eine Überarbeitung einer Taxonomischen Artenliste samt Rote Liste-Kriterien in Arbeit (Fischer, Pachschwöll & al.). Dies ist notwendig geworden, da seit 2006 (Fischer & Fally 2006) bzw. 2008 (Fischer & al. 2008) dutzende „neue“ Arten, v.a. Neophyten und Adventive (z.B. Aegilops cylindrica, Calepina irregularis, Elodea canadensis, Elymus obtusiflorus, Lonicera japonicaSymphytum bulbosum und Rosa sherardii) aber auch einige indigene Arten (z.B. Aposeris foetida, Carpesium cernuum, Cerastium lucorum, Dryopteris expansa, Hieracium praecurrens und Trifolium angulatum) im Burgenland entdeckt worden sind. Eine verbesserte, aktualisierte Rote Liste basierend auf Fischer & Fally 2006 ist in Arbeit. Eine vollständig überarbeitete, umfangreiche wissenschaftliche Rote Liste des Burgenlandes ist langfristig in Planung (vergl. Wilhalm & Hilpold 2006: Rote Liste Südtirols; Hohla & al. 2012: Rote Liste Oberösterreichs), aber noch nicht begonnen worden.

Die letztgültige, im Detail mitunter leicht veraltete Rote Liste des Burgenlandes (Auszug aus Fischer & Fally 2006) kann hier als pdf aufgerufen werden: Liste aller Gefäßpflanzen-Arten des Burgenlandes, biosystematisch geordnet nach Familien (mit Angabe ihrer Grobverbreitung und ihrer Gefährdungsstufe im Burgenland).

Informationen zum gesetzlichen Naturschutz im Burgenland finden sich hier.

Eine Liste der FFH-Arten Österreichs (Stand 2009) findet sich hier.