Magnocaricion

Großseggen-Gesellschaften

Großseggen-Rieder
Namengebende Arten:

Von hochwüchsigen Sauergräsern (meist Seggen) dominierte Gesellschaften im Verlandungsbereich von mäßig nährstoffarmen bis nährstoffreichen Gewässern, oft landwärts an Großröhricht-Gesellschaften (Phragmition) anschließend. Auch in zeitweise überschwemmten Senken und Gräben. Wasserstand im Lauf des Jahres oft stark schwankend.

Großseggen-Rieder wurden früher häufig als Streuwiesen genutzt („saure Wiesen“ = von Sauergräsern dominierte Wiesen!) – siehe auch Davallseggen-Gesellschaften (Caricion davallianae) und Pfeifengras-Streuwiesen (Molinion).

Höhenstufen: planar-collin bis montan

Natura 2000 / FFH-Lebensraumtyp

7210 „Kalkreiche Sümpfe mit Cladium mariscus und Arten des Caricion davallianae“
Anm.: nur Cladietum marisci, sonst kein FFH-Lebensraumtyp

UBA-Biotoptyp

BT Horstiges Großseggenried

BT Rasiges Großseggenried

Für das Burgenland nachgewiesene Assoziationen

Caricetum elatae

Cicuto-Caricetum pseudocyperi

Cladietum marisci

Caricetum appropinquatae

Caricetum paniculatae

Caricetum acutiformis

Caricetum gracilis

Caricetum vesicariae

Galio palustris-Caricetum ripariae

Caricetum distichae

Caricetum vulpinae

Caricetum melanostachyae

Syntaxonomische Anm.:

Die genaue Abgrenzung des Verbands Magnocaricion gegenüber den nährstoffarmen Schwingrasen (Caricion lasiocarpae, Klasse Scheuchzerio-Caricetea fuscae) bedarf weiterer Forschung.

Das Phalaridetum arundinaceae wird von uns ins Phalaridion gestellt.