Chenopodion glauci

Graugänsefuß-Gesellschaften

Graumelden-Gesellschaften
Namengebende Arten:

Von Sommerannuellen geprägte Gesellschaften auf extrem nährstoffreichen, ammoniakhältigen Böden, z.B. in der Umgebung von Misthaufen und Jauchegruben, auf Klärschlamm oder in ausgetrockneten Abwasserbecken von Zuckerfabriken, seltener an schlammigen Flussufern. In neuerer Zeit auch an versalzten Straßenrändern (Salzstreuung!).

Höhenstufen: planar-collin (bis submontan)

Natura 2000 / FFH-Lebensraumtyp

3270 „Flüsse mit Schlammbänken mit Vegetation des Chenopodion rubri p.p. und des Bidention p.p.“
Anm.: nur Bestände an Fließgewässern, sonst kein FFH-Lebensraumtyp

UBA-Biotoptyp

BT Schlammufer der Fließgewässer mit Pioniervegetation (p.p.)

BT Nährstoffreiches Schlammufer der Stillgewässer mit Pioniervegetation (p.p.)

Für das Burgenland nachgewiesene Assoziationen

Chenopodietum rubri

Chenopodietum glauci
Anm.: nach Mucina et al. (1993) eine Ausbildung des Crypsidetum aculeatae (Verband Cypero-Spergularion salinae)

Echinochloo-Polygonetum
Anm.: vielleicht besser zum Polygono-Chenopodion polyspermi zu stellen?

Syntaxonomische Anm.:

Ob die naturnahen Vorkommen von Chenopodium glaucum und Atriplex prostrata am Rand von Salzlacken hierher oder zum Verband Cypero-Spergularion salinae zu stellen sind, ist unklar.