Etymologie: trifolium (lat.) = „Dreiblatt“.

Zur Familie Fabaceae

Die Gattung Trifolium / Klee (i. e. S.) erkennt man am einfachsten daran, dass die Krone nach dem Verblühen nicht abfällt. Der Blütenstand ist ein Köpfchen oder eine Dolde; die Krone ist mit dem Staubfadenbündel (–> Familie Fabaceae) ± weit verwachsen, und auch die Kronblätter sind untereinander am Grund ± weit miteinander verwachsen; die Frucht (Hülse) ist meist sehr klein, überragt meist nicht den Kelch, öffnet sich oft nicht und enthält nur 1 bis 2(4) Samen.

Ähnlich: Die Gattung Medicago / Schneckenklee unterscheidet sich von Trifolium / Klee durch die beim Verblühen abfallende Krone, die meist größeren, sichelförmigen oder schneckenförmigen Früchte und die meist ± bespitzten Blättchen.

Die Habitate der Trifolium-Arten sind verschieden: Wälder, Grünland, Feuchthabitate, Trockenrasen, Ruderalfluren (einige Arten auch im Hochgebirge).

Die Trifolium-Arten sind Stauden oder Einjährige.

Die Laubblätter sind bei unseren Arten durchwegs dreizählig („Kleeblatt“) wie auch bei mehreren anderen Gattungen dieser Familie (Medicago / Schneckenklee, Trigonella / Bockshornklee, Ononis / Hauhechel, Cytisus / Geißklee, Chaemaecytisus / Zwerggeißklee, Laburnum / Goldregen, Lotus / Hornklee, Phaseolus / Gartenbohne.

Achtung! Der Pflanzennamen „Klee“ wird landläufig und ungenau einerseits auch (in Zusammensetzungen) für einige dieser Schmetterlingsblüter-Gattungen verwendet, anderseits oft für die ganze Familie Fabaceae / Schmetterlingsblütler (z. B. für den „Esparsettenklee“ / Onobrychis, der keine „Kleeblätter hat), darüber hinaus aber auch für ganz verschiedene andere Pflanzen, die weder verwandt noch ähnlich mit Trifolium oder den Schmetterlingsblütlern sind: Sauerklee / Oxalis, Bitterklee = Fieberklee / Menyanthes trifoliata.

Die Nebenblätter (Stipeln) sind bei den meisten Arten gut entwickelt, manchmal auffallend groß; sie sitzen meist auf einem ± häutigen Unterblatt, das daher auch als die miteinander wachsenen unteren Teile der Stipeln angesehen werden kann, sodass die (grünen) Stipeln als die freien Zipfel der Stipel bezeichnet werden (–> Abb.!)

Die Blättchen sind meist gesägt bis gezähnt.

Die Gattung Trifolium ist ziemlich groß, sie umfasst weltweit rund 240 Arten und ist weltweit in den gemäßigten und subtropischen Gebieten (ausgenommen Australien) verbreitet. In Europa gibt es rund 100 Arten (die meisten im Mittelmeergebiet), in Österreich sind 24 heimisch, im Burgenland 17. Dazu kommen 4 landwirtschaftlich kultivierte: T. incarnatum, T. resupinatum, T. suaveolens, T. alexandrinum.

Für die Unterscheidung der Arten sind folgende Merkmale besonders wichtig: Blütenstiele und Deckblätter vorhanden oder fehlend; Farbe der Krone (weiß, purpurn, gelb); Größe der Blättchen und der Blüten; Kelch (Behaarung, Zahl der Nerven auf der Kelchröhre, Länge der Kelchzipfel); Lebensform (ausdauernd oder einjährig) und Wuchsform (aufrecht oder kriechend), Behaarung der Stängel und der Laubblätter; Größe und Gestalt der Nebenblätter.

Übersicht über die Arten im Burgenland (diagrammatischer Schlüsssel):

Trifolium SchlüSchema

 

System (Gliederung) der Gattung Trifolium:

subg. Lotoidea

                sect. Lotoidea (= Gattung Amoria)

                               T. montanum

                               T. repens

                               T. hybridum

                               T. angulatum

                               T. retusum

                sect. Vesicastrum (= Gattung Xerosphaera)

                                T. fragiferum

                               (T. resupinatum)

                               (T. suaveolens)

                sect. Chronosemium (= Gattung Chrysaspis)

                               T. patens

                               T. aureum

                               T. campestre

                               T. dubium

subg. Trifolium

                sect. Trifolium (= Gattung Trifolium s. str.)

                               T. striatum

                               T. arvense

                               (T. incarnatum)

                               T. pratense

                               T. medium

                               T. alpestre

                               T. rubens

                               T. ochroleucon

                               (T. alexandrinum)