Suaeda / Salzmelde, Sode

Etymologie:

Suaeda: soda (arabisch) = Soda. Aus der Pflanze wurde Soda (Natriumkarbonat) gewonnen.

Der in Österreich übliche Name Salzmelde ist ungünstig, weil dieser Name in Deutschland für Obione (Halimione) pedunculata = Atriplex pedunculata / Salz-Melde verwendet wird, eine Art der norddeutschen Küsten, die in Österreich fehlt.

Ungarisch: sóballa.

 

Taxonomie:

Diese mehr als 100, ausdauernde bis einjährige Arten umfassende Gattung ist weltweit an Küsten und anderen Salzhabitaten verbreitet.

Die Gattung umfasst weltweit rund 110 Arten, in Europa ca. 15.

Im Burgenland nur Suaeda maritima agg. / Salzmelde, Strand-Sode mit zwei Arten.

Diese beiden Arten sind einjährig, niederliegend, stark verzweigt, zur Gänze kahl.

Laubblätter wechselständig, schmallinealisch, sukkulent.

Blütenstand: Scheinähre aus (1–)3–5-blütigen Knäueln (mit sehr kleinen, kaum 0,5 mm langen, eiförmigen trockenhäutigen Hochblättern) in den Achseln der (oberen) Laubblätter; diese Tragblätter die Blütenknäuel weit überragend.

Blüte zwittrig. Perigon sich nach dem Blühen vergrößernd, im Umriss ± 5-eckig: Perigonblätter 5, sukkulent, eiförmig, sehr schmal hautrandig; Staubblätter 5.

Frucht: einsamige, zur Reife in das Perigon fast vollständig eingeschlossene Schließfrucht; heterokarp: zwei verschiedene Fruchttypen mit in Größe, Farbe, Schalendicke, Oberfläche, Reifezeit und Keimverhalten je verschiedenen Samen.

Blühzeit: (Juli bis) August bis September (bis Oktober); Fruchtreife September bis Oktober.

Die beiden Arten sind vor dem Jahr 1996 zwar voneinander unterschieden, aber irrigerweise falsch bestimmt und daher falsch benannt worden.

Literatur dazu: Fischer & Kästner (2011).