Pulsatilla / Küchenschelle

 Kuhschelle, „Grantiger Jager“

Etymologie: Die Herkunft des sonderbaren deutschen Gattungsnamens „Küchen­schelle“ ist unklar;  keine Deutung ist wissenschaftlich gesichert, wahrscheinlich leitet er sich von „Kückenschale“ ab, wobei der Ver­gleich des außen langweichhaarigen Perigons mit dem weichen Haarkleid der aus der Eischale schlüpfenden Kücken eine Rolle spielen könnte. Die Umbildung zu „Kuhschelle“ ist fragwürdig, obwohl „pulsatilla“ wahrscheinlich mit dem Schla­gen (lat. „pulsare“) einer Glocke zu tun hat.

Bayerische oder Gewöhnliche K.  P. vu­lga­ris: in Trockenwiesen im Westen verbreitet (fehlt im Bgld.); Laubblätter erscheinen gleich­zeitig mit den Blü­ten;  Spreiten­abschnitte schmäler und zahlreicher. Als Zier­staude kultiviert (nur Naturfrevler setzen Wild-Arten in ihren Gar­ten).