Mimosaceae (Fabaceae-Mimosoideae) / Mimosengewächse

Diese tropisch-subtropische Familie umfasst rund 65 Gattungen mit rund 3000 Arten. Die größten Gattungen sind Acacia / im Blumenhandel fälschlich „Mimosen“ genannt (Afrika und Australien) und Mimosa ( hauptsächlich Amerika).

Laubbblätter einfach oder doppelt gefiedert. Die Blüten, meist in dichten Köpfchen oder Ähren angeordnet, haben meist kleine, unscheinbare Kelch und Krone, sind aber auffallend wegen der sehr langen Staubfäden.

Nur Albizia julibrissin kann im Burgenland im Freien kultiviert werden.

Die nahe miteinander verwandten Familien Caesalpiniaceae, Mimosaceae und Fabaceae s. str. (= Papilionaceae = Schmetterlingsblütler) bilden zusammen die Ordnung Fabales = Leguminosae / Hülsenfrüchtler. Gemeinsamkeiten sind die (meist) gefiederten Laubblätter, die einkarpelligen Früchte (meist mehrsamig, entweder trockene Öffnungsfrüchte: „Hülsen“ oder ± fleischige Schließfrüchte). Schon seit Langem existiert allerdings eine andere klassifikatorische Bewertung dieser Sippen: Statt als Ordnung werden die Leguminosen als Familie eingestuft (Fabaceae s. lat. = Leguminosae) und konsequenterweise die drei Familien als Unterfamilien. Neuerdings hat sich zudem gezeigt, dass die Caesalpiniaceen paraphyletisch sind, also kein monophyletisches Taxon bilden. Auch APG III bewertet die Leguminosen als Familie, und demgemäß sind die Schmetterlingsblütler, die Mimosengewächse und die Bockshörndlbaumgewächse die Unterfamilien Faboideae, Mimosoideae und Caesalpinioideae.