Fabaceae s. str. (Fabaceae-Faboideae) / Schmetterlingsblütler

Schmetterlingsblütengewächse, „Klee-, Wicken-, Erbsen- u. Bohnenfamilie“, Saubohnengewächse

Weltweit 425 Gattungen, und 12 150 Arten; drittgrößte Familie der Angiosper­men.

Gemeinsame Merkmale der burgenländischen Gattungen:

Pflanze holzig oder krautig; Laubblätter (fast immer) wechselständig; Nebenblätter meist vorhanden; Spreite meist zusammengesetzt: 3- od. 5-zählig (selten mehrzählig) handförmig (= gefingert) oder wenig- bis mehrzählig unpaarig oder paarig gefiedert.

Blütenstand: Traube, Dolde, Ähre, Köpfchen, selten Blüten einzeln.

Blüte („Schmetterlingsblüte“) sehr charakteristisch gebaut: ↓, ☿; Kelch verwachsenblättrig, meist 5-zählig; Krone meist freiblättrig, fast stets 5-zählig; mit so genannter absteigender Knospendeckung, d. h. das adaxiale (= hinterste = oberste) Kronblatt ist das äußerste (im Unterschied zu den Caesalpiniaceae / Bockshörndlbaumgewächsen); das oberste (mittlere) Kronblatt ist meist das größte (= Fahne), die beiden oberen seitlichen sind kleiner und heißen Flügel, die beiden unteren, meist ± miteinander zusammenhängenden (nicht wirklich verwachsenen) bilden das ± in der Regel kahnförmige Schiffchen, das die Staubblätter und den Stempel umhüllt (und manchmal vorn ± geschnäbelt oder bespitzt ist);

Staubblätter 10, ihre Staubfäden zu ca. ¾ entweder alle miteinander zu einer Röhre verwachsen („einbrüderig“) oder der oberste Staubfaden viel weniger weit verwachsen oder fast frei und nur die übrigen 9 zu einer Rinne verwachsen („zweibrüderig“);

Stempel 1-karpellig; Fruchtknoten 1, oberständig, meist länglich bis linealisch; Griffel 1, meist kurz, Narbe 1.

Frucht: meist wenig- bis mehrsamig, 2-klappig aufspringend (= Hülse), seltener eine in 1-samige Teilfrüchte zerfallende Bruchfrucht (= Gliederhülse, Lomentum, „Bruchhülse“) oder eine 1-samige Schließfrucht (Nuss).

Auf den Wurzeln leben regelmäßig in mit freiem Auge gerade erkennbaren Knöllchen sym­biontische Bakterien („Rhizobien“, „Knöllchenbakterien“), die molekularen Stickstoff aus der Luft chemisch binden und ihrem Wirt (und auch dem Boden) zur Verfügung stellen (landwirtschaft­liche Verwendung der Schmetterlingsblütler zur Bodenverbesserung: „Gründüngung“).

Genisteae / Ginsterförmige

Lupinus / Lupine

Laburnum / Goldregen

Cytisus / Geißklee und Besenginster

Chamaecytisus / Zwerggeißklee

Genista / Ginster

 

Trifolieae (Ononideae) / Kleeförmige

Ononis / Hauhechel

Trigonella / Schabzigerklee

Medicago / Schneckenklee und Luzerne

Melilotus / Steinklee

Trifolium / Klee

 

Loteae / Hornkleeförmige

Lotus (inkl. Tetragonolobus) / Hornklee und Spargelklee

Dorycnium / Backenklee

Anthyllis / Wundklee

 

Amorpheae / Scheinindigoförmige

Amorpha / Scheinindigo

 

Robinieae / Robinienförmige

Robinia / Robinie, Scheinakazie

 

Galegeae (Astragaleae) / Geißrautenförmige

Galega / Geißraute

Caragana / Erbsenstrauch

Astragalus / Tragant

Oxytropis / Spitzkiel

Colutea / Blasenstrauch

 

Coronilleae / Kronwickenförmige

Coronilla s. str. / Kronwicke i. e. S.

Securigera / Beilwicke (Buntkronwicke)

Hippocrepis (inkl. Emerus) / Strauchkronwicke

 

Hedysareae / Süßkleeförmige

Onobrychis / Esparsette

 

Phaseoleae / Gartenbohnenförmige

Glycine / Sojabohne

Phaseolus / Gartenbohne

 

Vicieae / Wickenförmige

Lens / Linse

Pisum / Erbse

Vicia / Wicke

Lathyrus / Platterbse