Tripolium pannonicum

Pannonien-Salzaster

Syn.:
  • Tripolium pannonicum subsp. pannonicum
  • Aster tripolium subsp. pannonicus
  • Aster pannonicus
  • „Tripolium vulgare subsp. pannonicum“

  • Salz-Aster
  • Ungarische Salz-Sternblume
  • Strand-Sternblume
  • Ung.: sziki őszirósza, pozságs gerebcsin (UMF, WEB)

♃. Aufsteigende bis aufrechte, verzweigte, schwach sukkulente Staude. Stängel kahl, oft purpurbräunlich. Grundblätter lanzettlich, untere Laubblätter gestielt, Spreite schmallanzettlich bis lineallanzettlich, spitz, ganzrandig bis sehr fein gezähnelt, kahl (höchstens am Rand kurzhaarig), dunkelgrün, obere sitzend, linealisch; alle sukkulent.

Körbe 20–25 mm im ∅, Korbhülle kahl, oft ± dunkelpurpurn überlaufen, innere Hüllblätter hautrandig; Röhrenblüten ca. 30–40, erst gelb, später orangebraun; Zungenblüten (20)30–40(50), kräftig bis helllila.

Wuchshöhe: (5)10–40(120) cm. Blühzeit: VI–X.

Feuchte bis nasse Salzfluren, besonders am Rand der Salzlacken, zeitweise überflutete, oft große, dichte Bestände bildend.

Im Seewinkel ziemlich häufig.

Gefährdungsgrad 3 (= „gefährdet“).

In Niederösterreich nur noch sehr selten in der pannonischen Ebene.  In Tschechien nur in Süd-Mähren, sehr selten und vom Aussterben bedroht, in Ungarn verbreitet, in Deutschland an der Küste und in Binnensalzgebieten, in Slowenien und Italien an der Küste.

Ob die Populationen an den Küsten eine andere Unterart oder Varietät darstellen (subsp./var. tripolium) ist strittig.

 

Lebensdauer, Wuchsform, Lebensform

Staude.

Hemikryptophyt

Blühzeiten

Blüht zwischen Juni und September.

Blütenökologie

Insektenbestäubung, Selbstbestäubung

Höhenstufen

planar-collin

Indikatorwerte

L9, T7, K9, F2, R8, N3, S7

Indikatorwerte nach Borhidi 1995.

Vergesellschaftung (Pflanzensoziologie)

Charakterart der Puccinellion limosae / Salzschwaden-Rasen.

Großlebensräume

Pannonikum

Gesamtareal

Pannonisch-pontisch-sibirisch-turanisch (nach Meusel & Jäger 1992).

Gesamtarealkarte aus Meusel & Jäger 1992.


Verbreitungsmuster im Burgenland

Pannonische Gruppe: Salzpflanzen

Floristischer Status

indigen

Toxizität

nicht giftig

Beschreibung

Rote Liste-Status fragwürdig.

Feintaxonomie

Im Gebiet kommt von dieser Art nur die Unterart Tripolium pannonicum subsp. pannonicum vor, deren taxonomischer Rang allerdings fragwürdig ist (evt. handelt es sich nur um eine Varietät?).