Puccinellia peisonis

Neusiedlersee-Salzschwaden

Syn.:
  • Puccinellia „salinaria“
  • Puccinellia festuciformis subsp. intermedia (FE1)
  • Puccinellia distans subsp. peisonis (JAC)

  • Zickgras
  • Neusiedlersee-Andel
  • Neusiedlersee-Andelgras
  • Salz-Andel
  • Ung.: fertőtavi mézpázsit

Etymologie +

Als „lacus peiso“ wurde in antiken Quellen ein See in einer schrecklichen, wüsten Gegend bezeichnet, womit wahrscheinlich der Neusiedler See gemeint war. „peisonis“ ist der Genitiv von „peiso“.

„Zick“ ist die Verdeutschung des ungarischen Wortes szik (sprich: ßik), das „Alkaliboden, Sodaboden“ bedeutet.

„Andel“ ist die norddeutsche Bezeichnung für Puccinellia maritima an den Meeresküsten.

♃. Horstgras mit schmallinealischen, eingerollten Laubblättern; Stängel, Blattscheiden und -spreiten kahl; Ligula ca. 1 mm lang.

Rispengras: Rispe ausgebreitet.  Ährchen mehrblütig, 3 mm lang, nicht zusammengedrückt, nicht gekielt, 3–5-blütig, grannenlos; Deckspelzen hautrandig.

Wuchshöhe: 30– 50 cm. — Blühzeit: VI–VIII.

Obligatorischer Halophyt an stark salzigen Habitaten, auf Solontschakböden und im Uferbereich der Salzlacken. An den Rän­dern der Salz­lacken (meist zusammen mit Pannonien-Salzaster / Tripolium pannonicum), im Solontschak. Stark salzresistent.

In Österreich nur im Seewinkel.

Gefährdungsgrad 3 (= „gefährdet“).

Fehlt in allen Nachbarländern außer in Ungarn. Endemit des pannonischen Tieflandes (sonst nur noch selten in Ungarn).

Teil des Puccinellia distans agg. / Artengruppe Gewöhnlich-Salzschwaden.

Floristischer Status

indigen

Beschreibung

Diese Art ist dank Naturschutzmaßnahmen gegenwärtig wohl nicht gefährdet.

Literatur

Englmaier 1982