Portulaca oleracea

Gemüse-Portulak

  • Burzelkohl

Etymologie +

Portulaca: vorlinnéischer, schon antiker Pflanzenname, wahrscheinlich für diese Art, möglicherweise aus portula (lat) = kleine Pforte, wohl wegen der sich mit einem Deckel öffnenden Fruchtkapsel. Daruas entstand über althochdeutsch burcel der Name Burzel, ergänzt um das Grundwort -kohl.

⊙. Stängel niederliegend, Laubblätter fleischig, länglich-keilförmig. Blüten klein und gelb, oft jedoch öffnen sie sich gar nicht, die Krone kommt nicht zur Entfaltung (Kleisto­gamie). Frucht:  Deckelkapsel mit schwarzen Samen.

Wuchshöhe: 3–5 (10) cm. Blühzeit: VI–IX.

Beikraut („Unkraut“) auf landwirtschaftlichen Flä­chen, v. a. in Weingärten, Gärtnereien.

Neubür­ger aus Asien.

Wohlschmeckendes Wildgemüse (Kulturrassen bei uns selten).

 

Interne Taxonomie:

Portulaca oleraceae umfasst mehrere Unterarten, die nur anhand reifer Samen zu unterscheiden sind:

Portulaca oleracea subsp. granulatostellulata / Körnchen-Garten-Portulak

Portulaca oleracea subsp. oleracea / Wilder Garten-Portulak

Portulaca oleracea subsp. papillatostellulata / Papillen-Garten-Portulak

Portulaca oleracea subsp. sativa / Garten-Garten-Portulak

Portulaca oleracea subsp. stellata / Sternchen-Garten-Portulak

Diese Unterarten sind noch recht unzureichend erforscht; dementsprechend ist auch über ihre Verbreitung im Burgenland bisher wenig bekannt, siehe Fischer & al. 2008: 370.