Peucedanum carvifolia

Kümmel-Haarstrang

Syn.:
  • Peucedanum chabraei
  • Holandrea carvifolia
  • Dichoropetalum carvifolia (EMP)

  • Kümmelblatt-Haarstrang
  • Ung.: köménylevelű kocsord (UMF)

Etymologie +

Carvifolia (lat.) ist ein substantivischer Eigenname (deshalb war früher die Großschreibung des Epithetons üblich): „Kümmelblatt“, also kein Adjektiv, weshalb es grammatisch nicht übereingestimmt wird mit dem (neutralen) Gattungsnamen. Bauhin verwendet den Namen Carvifolia zur Bezeichnung dieser Art. Linnaeus hat diesen Namen jedoch irrigerweise auf Selinum carvifolia übetragen. Die Kombination Peucedanum carvifolia stammt von Villars 1779.

 

♃. Stängel kantig gefurcht, kahl; Laubblätter 1–2× gefiedert, 10–20(30) cm lang; unterste Laubblätter, besonders diejenigen der vegetativen Rosetten stärker gegliedert als die Stängelblätter, oberste Stängeblätter oft nur 3-teilig oder ungeteilt; die längsten Laubblattzipfel (der oberen Laubblätter) (15)20–40(50) mm lang, 1–2(3) mm breit, am Rand ± rau, sonst kahl; Stängelbätter mit langen, schmalen, hautrandigen Scheiden.

Doppeldolden 6–18-strahlig; Doldenstrahlen sehr ungleich lang, innerseits ebenso wie die Blütenstiele kurzflaumhaarig; Hülle 0–2-blättrig; Hüllchen fehlend, selten 1-blättrig.

Krone gelblich- (bis grünlich-)weißlich, außen oft purpurn.

Wuchshöhe: 30–100 cm. — Blühzeit: VI–IX(X).

Wechselfeuchte, lehm- und tonreiche Wiesen, Waldränder, lichte Wälder (oft zusammen mit Edelkastanie / Castanea sativa); selten.

Taxonomie:

Zufolge neuerer taxonomischer Auffassung ist die Art in eine andere Gattung zu stellen, deren korrekter Name anscheinend noch strittig ist: Holandrea oder Dichoropetalum.

Lebensdauer, Wuchsform, Lebensform

Staude.

Hemikryptophyt

Blühzeiten

Blüht zwischen Juni und September, seltener auch bis in den Oktober.

Indikatorwerte

L8, T7, K6, F5, R7, N4, S0

Indikatorwerte nach Borhidi 1995.

Vergesellschaftung (Pflanzensoziologie)

Charakterart der Geranion sanguinei / Blutstorchschnabel-Gesellschaften.

Gesamtareal

(Zentral)submediterran (nach Oberdorfer 2001 und Meusel & al. 1978).

 

Verbreitungsmuster im Burgenland

Südliche Gruppe: Charakteristische Arten des Mittel- und Südburgenlandes

Floristischer Status

indigen