Papaver rhoeas

Klatsch-Mohn

⊙, milchsaftführend. Laubblätter fiederschnittig. Die Kelch­blätter fallen beim Sich-Öffnen der Blüte ab. Der schwarze Fleck am Grund der Kronblätter kann auch fehlen. Wuchshöhe: 25–70 (90) cm.  V–­VI (X).

Äcker, Ackerränder, Brachäcker, auch trockene Ruderalstellen;  basenliebend.

Der Klatsch-Mohn ist eine der bekanntesten Pflanzen­arten überhaupt, obwohl er nicht urheimisch ist, sondern ein Zuwanderer, ein so ge­nannter „Archaeophyt“, der erst seit der Jungsteinzeit, also seit wir sess­haft geworden sind und uns v. a. vom Getreide­bau ernähren, bei uns „heimisch“ geworden ist. Er ist somit ein klassischer Kulturfolger. Erst die extreme Saatgut­reinigung und die Herbizide der neuesten Zeit machen dem perfekt an das Leben im Getreideacker angepassten Bei­kraut Probleme – es konnte allerdings erfolgreich in Ruderal­fluren ausweichen. Die für unser menschliches Auge so leuchtende Farbe der Krone ist für die eigentlichen Adressaten unsichtbar;  die Blüte leuchtet für das Insektenauge in UV, einer Farbe, für die wir Menschen blind sind wie die Bienen für Rot. Es handelt sich um eine Pollenblume, die deswegen und nicht wegen des (fehlenden) Nektars besucht wird.