Onosma arenaria

Sand-Lotwurz

Syn.:
  • Onosma arenarium subsp. arenarium

  • Ung.: homoki vértő

Etymologie +

arenarius, -a, -um (lat.) = Sand-, sandig; arena (lat.) = Sand

Wuchshöhe: 30–50 cm. — Blühzeit: V–VI(–X).

⚇ bis kurz ♃. Tiefreichende Pfahlwurzel. Halbrosettenpflanze; stechend-borstenhaarig (deutscher Name der Familie!). Pfahlwurzel mehrköpfig, mit ca. 3–8 Blühsprossen; neben dem Blüh­spross meist eine Laubblattrosette vorhanden.

Laubblätter meist 10–15 cm lang, line­a­lisch, vorn stumpflich; Borstenhaare auf Höckern sitzend, die keine oder höchstens 5 sehr kurze, sternförmig angeordneten Börstchen aufweisen (Lupe!).

Blütenstand: 2 bis 3 endständige, große, monochasial-cymöse Blütenstände. Blüten hängend.

Blüte: Kelchblätter alle frei; Krone röhrig (Saum extrem kurz), 12–18 mm lang, von Anfang an hellgelb, innen ohne Schlundschuppen; Staubbeutel nur an der Basis seitlich miteinander verbunden, 5–7,5 mm lang, oberhalb des Staubfadenansatzes randlich deutlich papillös (Lupe!).

Frucht: Teilfrüchte (Klausen) 2–4 mm lang, glatt. – Steppenroller.

Chromosomenzahl: 2n = 20.

Anmerkung: Da im Burgenland nur eine einzige Onosma-Art vorkommt, ist sie unverwechselbar. Die detaillierten obigen Merkmalsangaben beziehen sich auf Unterschiede gegenüber den beiden anderen in Österreich (nämlich in Niederösterreich) vorkommenden Onosma-Arten.

Auf lückigen, sandigen pannonischen Trockenrasen; sehr selten, eine große Kost­barkeit der bgld. Flora.

In Österreich sehr selten, nur im Pannonicum. Im Nord-Burgenland an sehr wenigen Punkten:  an Hügeln am Nord- und Westrand des Seebeckens (Abhänge des Leithagebirges und der Parndorfer Platte) in sehr kleinen Populationen und im westlichen Seewinkel.

Gefährdungsgrad 1 (= „vom Aussterben bedroht“).

Auch in Deutschland (nur auf den Mainzer Sanden), Tschechien (Süd-Mähren), der Slowakei (im Südwesten) und Slowenien (im Süden) sehr selten, in Ungarn selten. Hauptverbreitung pannonisch-pontisch-südsibirisch, von Südosteuropa bis SW-Sibirien.