Noccaea goesingensis

Gösing-Täschelkraut

Syn.:
  • Thlaspi goesingense

Etymologie +

Benannt nach dem Berg Gösing in den niederösterreichischen Kalkvoralpen: Der Gösing (898 msm) liegt am Alpenostrand nächst der Stadt Ternitz, etwa 10 km östlich des Schneebergs. Noccaea goesingense wächst dort montanen Schwarzföhrenwald über Dolomit, im Kontaktbereich zum montanen Buchenwald.

Die Art hat Halácsy von dort 1880 in der Österr. Botan. Zeitschr. 30: 173 erstbeschrieben.

 

♃. Laubblattrosetten dicht gedrängt, Grundblätter (samt Stiel) 4–10 cm lang; Kelch grünlich bis weißlich; Kronblätter (5)7–8 mm lang, 2,5–3× so lang wie der Kelch; Griffel 1–3,2 mm lang.

Frucht 2–2,5× so lang wie breit, Fruchtflügel (oben) 1/5–1/4× so breit wie das Fach.

Wuchshöhe: 20–50 cm. Blühzeit: IV–V(VI).

Lichte (Föhren-)Wälder; im Burgenland nur über Serpentin; selten.

Südburgenland (besonders bei Bernstein).

Potentiell gefährdet.

 

N. goesingensis unterscheidet sind von N. caerulescens u. a. deutlich durch die größeren Blüten und den i. d. R. längeren Griffel.