Isatis tinctoria

Färber-Waid

  • Färberwaid
  • Echter Waid

Zweijährig (bis ♃). Stängelblätter ganzrandig, kahl, bläulichgrün bereift, mit pfeilförmigem Grund sitzend. Frucht: hängende, ca. 2 cm lange, geflügelte, violettschwärzliche Nuss (um­ge­wandeltes Schötchen).

Wuchshöhe: 50–120 cm. Blühzeit: V.

Trockene Halbru­de­ral­­stellen, Böschungen, Wegränder, steinige Hänge, Stein­brü­che.

Verwilderte ehemalige Kulturpflanze (Kulturrelikt).

Floristischer Status

Neubürger

Verwendung

technische Nutzpflanze (Faser, Farben etc.)

Beschreibung

Ehemals, bis um 1900, wichtige Kulturpflanze (Urheimat: Vorderasien) zur Gewinnung eines blauen Farbstoffes („Deutscher Indigo“). Die Laubblätter wurden vor dem Blühen geerntet, zerquetscht und unter Wasserzugabe zermahlen, der Brei wurde 14 Tage einem Gärprozess überlassen, wobei es im Zuge chemischer Vorgänge zur Entstehung des Farbstoffs Indoxyl kommt. Seit 1897 (großtechnische Erzeugung dieses Farbstoffes) hat der Färber-Waid nur noch historische Bedeutung.