Iris spuria

Salzwiesen-Schwertlilie

  • „Bastard-Schwertlilie“
  • Ung.: fátyolos nőszirom (UMF)

Etymologie +

spurius, -a, -um (lat.) bedeutet „unehelich, von einem unbekannten Vater mit einer Prostituierten gezeugt“, im Botanischen Latein für taxonomisch problematische Taxa verwendet. Trifft auf Iris spuria nicht zu, weswegen eine Übersetzung des Artepithetons unsinnig ist. Der ungarische Name „korcs nőszirom“ sowie der deutsche Name „Bastard-Schwertlilie“ sollten also vermieden werden.

♃. 50–80 cm hohe Rhizomstaude. Stängel fast stielrund. Laubblätter schmal, linealisch, 5–12(15) mm breit. Perigonzipfel blau: äußere Perigonzipfel bartlos, unterhalb der Platte deutlich eingeschnürt, Grund der Platte mit gelbem Mal; Antheren (Pollen) gelb; Fruchtkapsel 6-kantig, mit drei 12–30 (40) mm langen Schnä­beln, Samen scharfkantig.

Die im Habitus ähnliche Iris sibirica / Sibirien-Schwertlilie unterscheidet sich durch schmälere Laubblätter, Gestalt und Mal der äußeren Perigonblätter und der Samen, die weißliche Anthere und die stumpf-dreikantige Kapsel ohne Schnabel.

Wuchshöhe: 40–60 cm. Blühzeit: V–VI (Ende Mai, manchmal bis Anfang Juni).

Leicht salzige Feuchtwiesen;  sehr selten. Im Burgenland nur im Seewinkel. In Österreich sonst nur noch sehr selten im pannonischen Niederösterreich.

Gefährdungsgrad 2 (= stark gefährdet)!

Auch in Deutschland und der Slowakei sehr selten, in Tschechien (Süd-Mähren) ausgestorben, in Slowenien und Italien fehlend.

Areal: pannonisch-submediterran-disjunkt.