Euphorbia angulata

Kanten-Wolfsmilch

Syn.:
  • Tithymalus angulatus

  • Ung.: szögletes kutyatej (UMF)

♃. Rhizom mit abwechselnd kugelig-knollig verdickten und verlängerten, dünnen Rhizomgliedern; Bewurzelung homorrhiz, nur an den knolligen Verdickungen des Rhizoms. Stängel dünn, am Grund oft kurz bogig aufsteigend, sonst aufrecht, kahl, deutlich kantig, nach oberwärts zunehmend scharfkantig. Laubblätter (mit Ausnahme der sehr kurz gestielten untersten) sitzend, Spreite 15–35(40) mm lang, schmal-elliptisch bis länglich, oberseits meist kahl, seltener zerstreut behaart, unterseits meist (langhaarig) behaart, selten kahl, Blattrand fein kerbsägig bis fast ganzrandig; die obersten Laubblätter der sterilen Triebe scheinwirtelig angeordnet. Cyathienstand (Pleiochasium) meist 5-strahlig, einmal bis zweimal dichasial verzweigt; Hüllchenblätter dreieckig-eiförmig (kaum länger als breit), sich in der Anthese zunehmend gelblich färbend. Nektardrüsen querelliptisch, gelblich, zur Fruchtreife gelblich bis orange. Frucht 2,5 mm im ∅; Fruchtwand mit meist zylindrischen Papillen, kahl. Samen breitovoid bis ovoid-kugelig, (1,7)22,3(2,5) mm lang, dunkelgrünlich bis hellbräunlich, glänzend.

Wuchshöhe: (15)20–40(50) cm. Blühzeit: V–VI.

Mäßig trockene, kalkreiche Edellaubwälder und Föhrenwälder; zerstreut bis selten.

Indikatorwerte

L6, T7, K7, F5, R8, N4, S0

Indikatorwerte nach Borhidi 1995.

Vergesellschaftung (Pflanzensoziologie)

Charakterart der Geranion sanguinei / Blutstorchschnabel-Gesellschaften.

Gesamtareal

Pontisch-mediterran (Ciocârlan 2009).

Gesamtarealkarte aus Meusel & al. 1978.

 

Verbreitungsmuster im Burgenland

Allgemein planar-colline Gruppe

Floristischer Status

indigen

Herbarbelege

Euphorbia angulata, Leithagebirge: zwischen Poligraben u. Zeilerberg, nordgeneigt (Bezirk Neusiedl am See). Leg.: Hans Metlesics, 04.06.1933. LI 22487X (Biologiezentrum der OÖ Landesmuseen, Linz).