Chenopodium chenopodioides

Dickblatt-Gänsefuß

Syn.:
  • Chenopodium botryodes (LGM, BUH08)
  • Chenopodium crassifolium
  • Oxybasis chenopodioides (EMP)

  • Salz-Rot-Gänsefuß

Etymologie +

Etymologie: lat./altgriech. chenopodioides = gänsefußähnlich. Dieses unpassende Epitheton ist das prioritätsberechtigte; es war ursprünglich in der Kombination Blitum chenopodioides und deutete die Ähnlchkeit mit Chenopodium an. Tatsächlich erwies sicn später, dass die Art dem Chenopodium nicht bloß ähnelt, sondern tatsächlich ein Chenopodium ist. Die Nomenklaturregeln sind rein formal (d. h., sie nehmen auf die Wortbedeutung keine Rücksicht); bei Umkombination (Verlegung der Art in eine andere Gattung) darf das ursprüngliche Epitheton nicht verändert werden (Ausnahme: dasselbe Epitheton ist in der „neuen“ Gattung bereits vorhanden). Die Gattung Blitum ist übrigens schon vor Längerem mit der Gattung Chenopodium vereinigt worden, ihr Name ist demnach ein nomenklatorisches Synonym.

ʘ. Pflanze meist unten verzweigt, unterste Zweige niederliegend; Laubblätter deltoidisch-spießförmig, etwas fleischig (sukkulent), gezähnt bis ganzrandig. Die ganze Pflanze verfärbt sich im Herbst rot.

Wuchshöhe: 5–30 cm. Blühzeit: VI–IX.

Feuchte Salzfluren, im Seewinkel an Uferbereichen von Salzlacken. Selten anderswo, und wenn, dann nur vorübergehend verschleppt.

Im Burgenland nur im Norden, gefährdet!

Chenopodium chenopodioides ist Teil der Artengruppe Ch. rubrum agg. / Rot-Gänsefuß, d. h., sie ist nah mit Chenopodium rubrum / Rot-Gänsefuß verwandt.