Carex fritschii

Fritsch-Segge

  • Ung.: dunántúli sás (UMF)

Etymologie +

benannt nach Karl Fritsch (1864–1934): österreichischer Botaniker; Professor an den Universitäten Wien und Graz

Wurde knapp an der Grenze des Burgenlandes zu Ungarn, bei Güns [Köszeg] entdeckt und durch Waisbecker 1894 als Art beschrieben.

♃. ♂ Ähre (10)15–20(25) mm lang und (nach der Anthese) 3–4(5) mm breit; Schläuche 3–3,5(4) mm lang. — Unterste Blattscheiden beim Verwittern einen kräftigen Faserschopf bildend; Laubblätter 2–4 mm breit; ♀ Ähren 2–3, 6–12 mm lang; Deckblätter rot- bis schwarzbraun; Schläuche kurzhaarig (starke Lupe!) bis kahl, zart längsnervig (nur die beiden Randnerven stärker hervortretend).

Wuchhöhe: (20)30–65 cm. Blühzeit: IV–VI.

Trockenwarme Laub- und Föhrenwälder, Waldschläge, Säume, kalkmeidend; zerstreut bis selten.

Indikatorwerte

L6, T7, K4, F4, R4, N4, S0

Indikatorwerte nach Borhidi et al. 1995.

Vergesellschaftung (Pflanzensoziologie)

Charakterart der Genisto germanicae-Quercion, hier zu den Agrostio-Quercion / Ginster-Eichenwälder gestellt.

Gesamtareal

Submediterran bis gemäßigt kontinental (nach Oberdorfer 2001).

Verbreitungsmuster im Burgenland

Südliche Gruppe: Charakteristische Arten des Mittel- und Südburgenlandes

Floristischer Status

indigen

Literatur

Artbeschreibung durch Waisbecker 1894

Melzer 1964

Herbarbelege

Carex fritschii, Ruster Hügelland: Obersee-Wald [Ober dem See] bei Siegendorf. Leg.: Hans Metlesics, 26.05.1963. LI 373527 (Biologiezentrum der OÖ Landesmuseen, Linz).