Anacamptis palustris

Sumpf-Hundswurz

Syn.:
  • Orchis palustris
  • Orchis laxiflora subsp. palustris

  • Sumpf-Knabenkraut
  • Ung.: mocsári kosbor

Bekannt als Orchis palustris in traditioneller, vor-„molekularer“ Taxonomie.

♃. Wurzelknollengeophyt. Laubblätter keine Grundrosette bildend, sondern alle locker am Stängel verteilt, lineal-lanzettlich, aufrecht bis aufrecht-abstehend, spitz, grasgrün.

Ähre locker, 5–20-blütig.

Blüte relativ groß, gespornt; Perigon leuchtend purpurn; seitliche äußere Perigonblätter abstehend (keinen Helm bildend); Lippe mindestens so breit wie lang, undeutlich bis sehr schwach dreilappig, Grund der Lippe weißlich, fein dunkler punktiert, Sporn fast so lang wie der Fruchtknoten.

Wuchshöhe: 30–60(80) cm. — Blühzeit: V–VI (VII).

Schwach salzige Niedermoorwiesen im Nord-Burgenland; im Seewinkel mehrfach, salztolerant.

In Österreich sonst nur noch sehr selten im pannonischen Niederösterreich; in Oberösterreich, Steiermark und Salzburg ausgestorben.

Gefährdungsgrad 2 (= „stark gefährdet“).

Auch in den Nachbarländern selten und gefährdet.

Gesamtverbreitung: mittel- und südeuropäisch bis westasiatisch.

Lebensdauer, Wuchsform, Lebensform

Knollengeophyt. Staude.

Geophyt

Blühzeiten

Blüht in der Regel im Juni, manchmal schon im Mai oder noch im Juli.

Höhenstufen

planar-collin

Biotoptyp

Grünland (Wiesen, Weiderasen, Halbtrockenrasen):

Niedermoore und sumpfige Wiesen, salzverträglich.

Indikatorwerte

L9, T6, K5, F8, R8, N3, S1

Indikatorwerte nach Borhidi 1995.

Floristischer Status

indigen