Böden

Von Josef Fally und Manfred A. Fischer

 

Böden sind Schichten, die durch chemische und mechanische Verwitterung sowie durch tierische und pflanzliche Tätigkeit aus dem Ausgangsmaterial der Gesteinsunterlage entstanden sind. Böden mit gleichem Entwicklungsstand (ähnlicher Horizontkombination [= Schichtung]), bilden einen Bodentyp. – Schematisch: Die Böden entstehen aus dem Zusammenwirken von Geologie (Gestein), Klima und Organismen. Die folgende Übersichtskarte ist stark vereinfacht.

 

  • Die Böden des BurgenlandesRanker ist ein Bodentyp auf niederer Entwicklungsstufe, der aus kalkfreiem Material (z. B. Glimmerschiefer, Sedimentgneis) gebildet wurde.
  • Rendsinen sind flachgründige Böden, die aus Kalkstein hervorgegangen sind.
  • Felsbraunerde entsteht aus silikatisch-karbonatischem Gestein.
  • Lockersediment-Braunerden und Lockersediment-Rohböden entstehen aus grobem lockeren Material (Sand, Schotter).
  • Kulturrohböden sind Böden, deren Zonierung durch Pflugbearbeitung zerstört wurde.
  • Schwarzerden („Tschernoseme“) sind die für das pannonische Gebiet typischen, meist sehr fruchtbaren Böden, die aus feinem Lockermaterial (z. B. Löss) entstanden sind.
  • Niedermoor-Böden entstehen bei der Verlandung stehender Gewässer mit Bewuchs von Schilf, Seggen oder Moosen, aus denen zunächst Torf (Niedermoortorf) und in der Folge eben dieser Bodentyp gebildet wird.
  • Anmoore sind humusreiche Mineralböden, deren Humus unter feuchten Bedingungen entstanden ist. Dieser Anmoorhumus ist in nassem Zustand schmierig und riecht tintig.
  • Auböden sind meist aus jungem Schwemmmaterial entstanden und werden mehr oder minder regelmäßig vom Wasser des zugehörigen Flusses oder Baches durchdrungen und mit Feuchtigkeit versorgt; sie sind im Allgemeinen nährstoffreich. Infolge Luftabschlusses (Sauerstoffmangel) kommt es zu chemischen Reduktionserscheinungen, die sich als bläulichgraue Flecken bemerkbar machen: Gleyboden. (Das Gegenstück dazu sind Rostflecken bei Oxidation.)
  • Ranker ist ein Bodentyp auf niederer Entwicklungsstufe, der aus kalkfreiem Material (z. B. Glimmerschiefer, Sedimentgneis) gebildet wurde.
  • Rendsinen sind flachgründige Böden, die aus Kalkstein hervorgegangen sind.
  • Felsbraunerde entsteht aus silikatisch-karbonatischem Gestein.
  • Lockersediment-Braunerden und Lockersediment-Rohböden entstehen aus grobem lockeren Material (Sand, Schotter).
  • Kulturrohböden sind Böden, deren Zonierung durch Pflugbearbeitung zerstört wurde.
  • Schwarzerden („Tschernoseme“) sind die für das pannonische Gebiet typischen, meist sehr fruchtbaren Böden, die aus feinem Lockermaterial (z. B. Löss) entstanden sind.
  • Niedermoor-Böden entstehen bei der Verlandung stehender Gewässer mit Bewuchs von Schilf, Seggen oder Moosen, aus denen zunächst Torf (Niedermoortorf) und in der Folge eben dieser Bodentyp gebildet wird.
  • Anmoore sind humusreiche Mineralböden, deren Humus unter feuchten Bedingungen entstanden ist. Dieser Anmoorhumus ist in nassem Zustand schmierig und riecht tintig.
  • Auböden sind meist aus jungem Schwemmmaterial entstanden und werden mehr oder minder regelmäßig vom Wasser des zugehörigen Flusses oder Baches durchdrungen und mit Feuchtigkeit versorgt; sie sind im Allgemeinen nährstoffreich. Infolge Luftabschlusses (Sauerstoffmangel) kommt es zu chemischen Reduktionserscheinungen, die sich als bläulichgraue Flecken bemerkbar machen: Gleyboden. (Das Gegenstück dazu sind Rostflecken bei Oxidation.)
  • Solontschak und Solonetz sind Salzböden, deren Entstehung mit starker Trockenheit zusammenhängt. Infolge hoher Verdunstung wird das Grundwasser nach oben gezogen und es nimmt dabei Salze, die es aus stark natrium-, magnesium- oder kalziumhaltigen Gesteinen gelöst hat, mit in die oberen Boden­horizonte. Fallweise kristallisieren diese Salze (z. B. Natriumkarbonat = Soda) an der Oberfläche als weiße Krusten aus (Sodaschnee): Dies gilt besonders für den Solontschak-Boden (= Weißalkaliboden). Der Solonetz (= Schwarzalkaliboden) hat einen vergleichsweise salzärmeren oberen Humushorizont, hier kann sich die Vegetation deutlich stärker entwickeln. Sehr oft kommt im Seewinkel ein Übergangstyp, eine Art Mischung zwischen Solontschak und Solonetz vor.

Salz im Boden stellt die darauf wachsenden Pflanzen vor das Problem, dass es extrem schwierig ist, Wasser aus dem hochkonzentrierten Boden über die Wurzelhaare ins Pflanzeninnere zu saugen. Nur speziell angepasste salztolerante Pflanzen (sogenannte Halophyten in der Salzvegetation des Seewinkels) schaffen dies mit Hilfe diverser Tricks. Siehe dazu Albert (2010, 2013).

Eine kurze Notiz zum Thema Böden des Burgenlandes findet sich bei Pinc 2012; eine etwas detailliertere Schilderung der Bodentypen des Seewinkels bei Bidló 2013. Aktuelle, digitale und analoge Bodenkarten der Österreichischen Bodenkartierung finden sich hier.

 

Zitiervorschlag:
Fally J. & Fischer M. A., 2015: Böden. – In: Fischer M. A. & al., Burgenlandflora – Die Pflanzenwelt des Burgenlands Online. – Eisenstadt: Naturschutzbund Burgenland. http://burgenlandflora.at/boeden/ (aufgerufen am XX.YY.ZZZZ)